Peru
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Peru - Reiseinformationen
Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Perú benötigen deutsche Staatsangehörige einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepaß. Ein Visum ist für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen nicht erforderlich. Bei der Ankunft muß lediglich eine Touristenkarte vorgelegt werden welche in der Regel schon im Flugzeug ausgehändigt wird. Die Durchschrift dieser Karte muß während des gesamten Aufenthaltes mitgeführt, und bei der Ausreise wieder abgegeben werden.

Bitte achten Sie während der Reise stets auf ihren Reisepaß, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Nach peruanischem Recht muß jeder Tourist seinen Reisepaß ständig mit sich führen. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepaß besser im Hotel lassen und nur die Kopie mit sich führen. Eine solche Vorgehensweise wird seit langem auch von der peruanischen Touristenpolizei empfohlen.
Allgemeine Verkehrsverbindungen
Straßen
Bis heute gibt es in Peru ca. 50000 Kilometer befahrbare Straßen, aber nur 15% sind asphaltiert. Durchgehend asphaltiert ist nur das peruanische Teilstück der  Carretera Panamericana, der einstigen  Traumstraße der Welt und Verbindung nach Ecuador im Norden und Chile im Süden. Schwerpunkte im bisherigen Straßenbau waren lediglich die touristischen Zentren des Landes. So findet man die am besten ausgebaute Straße von ganz Peru auf der Rund-strecke Cuzco  Pisac  Urubamba  Chincheros  Cuzco. Auch die Straße von Ouzco zum Titicacasee ist schon teilweise asphaltiert.

Das Straßennetz ist besonders im Hochland durch die landschaftlichen Gegebenheiten gekennzeichnet, so können Entfernungen zwischen Orten, die auf der Landkarte und laut Kilometer-angabe nach unseren Vorstellungen nur wenige Fahrstunden auseinander zu liegen scheinen, sich als mühsame Tagesreise entpuppen. Abenteuerliche Fahrten mit enormen Hähenunterschieden, an schwindelerregenden Abgründen entlang, auf endlosen Serpentinen bergauf und über Pässe in Montblanc-Gipfelhöhe und mehr, durch Flußläufe, über baufällige Brücken, auf Straßen, die das ganze Jahr den extremen Witterungs- und Temperaturschwankungen ausgesetzt sind und häufig nur von schweren LKW s bewältigt werden können, entsprechend ramponiert sind und ihrer Bezeichnung spotten, lassen häufig jede Zeitvorstellung eines in unseren Breiten gewohnten Reiseablaufes absurd erscheinen. Angaben über Fahrzeitdauer sind mit Vorbehalt zu betrachten, denn unvorhergesehene Pannen können sie wesentlich verlängern. Manche  Beförderungsmittel sind in so desolatem Zustand, besonders oft die Reifen, daß jeder pingelige deutsche TÜV-Beamte wahrscheinlich nach einer Perureise Zeit seines Lebens von verheerenden Alpträumen geplagt sein dürfte. Chronischer Devisenmangel erschwert die Einfuhr von notwendigen Ersatzteilen jeglicher Art und hemmt somit nicht nur den Reiseverkehr, sondern ganz normale, alltägliche Abläufe in großen Teilbereichen des öffentlichen Lebens.

Für das Mieten eines Leihwagens ist der internationale Führerschein erforderlich (oft überzogene Kautionsforderung). Jeder Ort am Straßennetz ist gewöhnlich mit Linienbussen erreich­bar, abseits der Hauptrouten liegende Orte weniger häufig und vereinzelt nur noch mit dem LKW. Auf vielen Hauptverbindungsstraßen verkehren zusätzlich sogenannte  Collectivos , Sammeltaxis, die maximal sechs oder sieben Leute mitnehmen. Diese sind ebenfalls preiswert und außerdem schneller als die Linienbusse. In äußerst dünn besiedelten Landstrichen mit spärlichem Verkehr wird man von jedem LKW mitgenommen. Daß das natürlich nicht die bequemste und schnellste Art zu reisen ist, ist klar, aber manchmal die einzige Möglichkeit, ein entsprechend abgeschiedenes Ziel zu erreichen.

Eisenbahn
Auch das Eisenbahnnetz mit knapp 2000 km Länge fällt recht spärlich aus, wobei man eigentlich gar nicht von einem Netz sprechen kann, denn es gibt nur Teilabschnitte. Einige Strecken erfreuen sich auch bei den Touristen sehr großer Beliebtheit. Die Züge sind immer sehr voll. Viele Peruaner ziehen die Eisenbahn, wo vorhanden, dem Autobus vor. Eisenbahnfahren ist in Peru sehr billig, die Züge sind in zwei Klassen sowie meist einer zusätzlichen Touristenklasse aufgeteilt, manchmal sogar noch mit einem Pullmann-Waggon verstärkt, in dem man warme Mahlzeiten serviert bekommt. An großen Bahnhöfen ist es sehr ratsam, das Billett einen Tag vor der Fahrt zu kaufen - nur so ist gewährleistet, einen reservierten Sitzplatz zu bekommen (Das gleiche gilt auch für Busfahrten.) Kinder bis 12 Jahre zahlen nur die Hälfte des Fahrpreises. Äußerst ärgerlich ist alerdings, wenn sich Abfahrts- oder Verkaufszeiten an den Fahrkartenschaltern ändern, auf den Hinweis- und Anzeigetafeln aber aus Phlegma nicht korrigiert werden.

ENAFER  Empresa Nacional de Ferrocariles de Am bekanntesten ist die als  höchste Eisenbahnlinie der Welt gepriesene Bahnstrecke zwischen Lima und La Oroya, mit Anschluß ins Bergbaugebiet Cerro de Pasco, 4338m hoch und weiter bis Huancayo, 3250 m, wo sonntags der größte Indiomarkt Perus abgehalten wird. Die Fahrt auf Normalspurbreite beginnt in Lima fast auf Meereshöhe am Bahnhof am Bahnhof  Desamparados , erreicht bei der Station Galera stolze 4781m Höhe, (der höchste Punkt einer Eisenbahnstrecke überhaupt auf der Erde liegt auf der Nebenstrecke vom Paß nach Morococha in 4836 m Höhe!) und endet nach 346 km in Huancayo mit Anschluß nach Huancavelica (Schmalspur). Auf der in doppeltem Sinn atemberaubenden Strecke fährt immer ein Arzt mit griffbereitem Sauerstoffgerät mit Täglich außer Sonntag verläßt um 7.40 Uhr ein Zug Lima. Die Fahrt dauert bis Huancayo etwa neun Stunden. Rückfahrt von Huancayo 7.00 Uhr. (Durch Brückensprengungen des  Sendero sind auf unabsehbare Zeit nur Teilstrecken befahrbar.)

Nicht minder beklannt ist natürlich die Eisenbahnfahrt von Cuzco nach Machu Picchu. Zwischen Cuzco, Juliaca und Puno und von Juliaca nach Arequipa verkehren ebenfalls Züge.

FIiegen
Alle größeren Städte in Peru werden von den beiden alteingesessenen peruanischen Fluggesellschaften „Aero Peru“ und „Faucett“ so­wie der neuen „Americana“ angeflogen. Ihre Hauptbüros sind in Lima an der Plaza San Martin. In deren Nähe, in der Avenida Nicolas de Pierola, befinden sich auch die Büros vieler internationaler Fluglinien. Die meisten lnlandflüge starten in Lima sehr zeitig am Morgen, da genießt man häufig grandiose Blicke auf die Andengipfel. Der Flughafen Anta nördlich von Huaraz ist aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt worden, da es nur ein saisonal bedingtes Passagieraufkommen gab.

Für Mehrfachflüge innerhalb Perus gibt es einen verbilligten „Airpass“ („Inca-Pass‘).

Insgesamt werden dem Tourismus wieder Prioritäten eingeräumt, was sich in verbesserter Infrastruktur, erweiterten Verkehrsverbindungen und allgemeiner Sicherheit niederschlägt
Sprache
Landessprache in Perú ist Spanisch. Die indigene Bevölkerung des Hochlandes spricht jedoch vor allem in ihren Muttersprachen, dem Quechua oder dem Aymara. Englisch ist nicht weit verbreitet und wird nur in besseren Hotels und auf Flughäfen verstanden.
Sicherheit
Perú ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier mitunter Kriminalitätsprobleme. Auf Grund der leider weit verbreiteten Armut und eines immensen sozialen Gefälles ist vor allem Diebstahl bedauerlicherweise an der Tagesordnung.

Man sollte sich einmal vor Augen halten, daß ein Großteil der peruanischen Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermeßlich reich, egal ob dies nach unseren Maßstäben tatsächlich der Fall ist oder nicht. Daher gilt die weitverbreitete Meinung, daß eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist.

Es gibt deshalb eine Vielzahl von äußerst geübten und geschickten Taschendieben welche den Diebstahl besonders von Touristen zu Ihrer Erwerbsgrundlage gemacht haben oder welchen auf Grund Ihrer persönlichen Situation nichts anderes übrig bleibt. Oft arbeiten diese in Gruppen zusammen und gehen dabei mit äußerster Geschicklichkeit vor. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen, wie z.B. auf Märkten, Bahnhöfen oder während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die große Gefahr einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt naturgemäß besonders in den Touristenzentren von Lima, Arequipa und Cuzco.

In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie bei einer Reise nach Perú die folgenden Hinweise unbedingt beachten:
  • lassen Sie Ihr Gepäck niemals aus den Augen oder achten Sie gegenseitig darauf;
  • bewahren sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände in Hand- oder Umhängetaschen auf;
  • besonders in größeren Städten sollten sie auf das offene Tragen von Schmuck, Uhren oder Fotoapparaten verzichten;
  • für den Transport von Paß, Reiseschecks und Flugticket unterwegs eignet sich am besten ein verdeckt getragener Geldgürtel, ein Brust- oder Beinbeutel oder eine flache einklappbare Gürteltasche
Gesundheit
Im Großen und Ganzen ist Perú in Sachen Gesundheit ein relativ sicheres Land. Tropenkrankheiten sind in den von uns bereisten Gebieten (außer Dschungel!) normalerweise nicht zu befürchten. Da sich die Gesundheitssituation jedoch schnell ändern kann, möchten wir Sie dringend bitten diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären. Bitte beachten Sie dazu auch die beiliegenden Gesundheitsempfehlungen und die Adreßliste der Tropenärzte in Deutschland. Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen, zugezogen durch verschmutztes Wasser und oder schlechtes und ungewohntes Essen. Vor allem der Genuß von rohen oder nicht richtig durchgegarten Nahrungsmitteln, von ungewaschenem Obst und Gemüse, daß trinken von offener Milch, von frischen Fruchtsäften und vor allem das Essen von Eis, sind die größten Risikofaktoren. Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen. Dasselbe gilt auch für das Zähneputzen!

Als kleine Eselsbrücke sollte Ihnen dabei die alte Globetrotterregel: Cook it, peel it or forget it (koch es, schäl es oder vergiß es) gelten. Also auch wenn es schwerfällt, Salate oder unschälbares Obst sollte während der Reise nicht auf dem Speiseplan stehen.
Geld
Offizielles Zahlungsmittel in Perú ist der Nuevo Sol, unterteilt in 100 Centimos. Zur Mitnahme aus Deutschland sind ausschließlich US-Dollar zu empfehlen. Beim Tausch jeder anderen Währung ist mit horrenden Kursverlusten zu rechen. Aus Gründen der Sicherheit ist die Mitnahme von Reiseschecks, ausgestellt in US-Dollar, sehr empfehlenswert. Dabei ist den Schecks von American Express unbedingt der Vorzug zu geben, da nur diese in ganz Perú problemlos eintauschbar sind. Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld und Reiseschecks zusammenstellen. Hierbei sollte die Menge des mitgeführten Bargeldes 30% der gesamten Kasse nicht überschreiten. Sowohl Schecks als auch Bargeld werden dann vor Ort in die Landeswährung umgetauscht. Vergessen Sie nicht die Umtauschbescheinigung zu den Reiseschecks, da die problemlose Wiederbeschaffung nur bei deren Vorlage möglich ist. Außerdem sollte man eine gewisse Geldreserve einplanen.

Der Gebrauch von Kreditkarten ist bisher nur in den größeren Städten möglich. Verlassen Sie sich also nicht blind auf dieses Zahlungsmittel. Als Reserve ist eine Kreditkarte allerdings sehr zu empfehlen.
Essen & Trinken
Überall in Perú gibt es zahlreiche Restaurants. In größeren Städten und Touristenzentren sind diese teilweise speziell auf die Bedürfnisse der reisenden zugeschnitten. Hier kann man oft zwischen vielen verschiedenen einheimischen aber auch bekannten Gerichten wählen. Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 3 bis 10 USD rechnen.

Die Versorgung mit Bier ist in Perú kein Problem. Es gibt verschiedene Sorten einheimischen Bieres, welche alle recht schmackhaft sind. Außerdem empfiehlt es sich, den einheimischen Wein aus der Gegend von Pisco und Ica zu probieren und natürlich darf auch das peruanische Nationalgetränk, der Pisco Sour nicht fehlen.