Durch seine Lage im Westen Südamerikas in der Tropenzone knapp unterhalb des Äquators verfügt Perú über fast alle Klimazonen der Erde. Die Jahreszeiten unterscheiden sich weniger durch starke Temperaturschwankungen als durch die Regen- und Trockenzeit. Mehr noch als von den Breitengraden wird das Klima von der Höhenlage bestimmt, so daß man, mit Ausnahme der Küstengebiete, von folgenden thermischen Begriffen spricht:
Tierra caliente
„heißes Land“ (Vegetationsgürtel des tropischen Regenwaldes), bis 1000m Höhe, mit Durchschnittstemperaturen um 25°C.
Tierra templada
„gemäßigtes oder warmes Land“ (Vegetationsgürtel der Bergurwälder), zwischen 800 und 2500m, mit Durchschnittstemperaturen von 15 bis 20°C.
Tierra fria
„kaltes Land“, zwischen 2000 und 3500m, mit durchaus noch warmen Tagen, aber sehr kalten Nächten und einer Durchschnittstemperatur um 12l8°C; bevölkerungsreichste Stufe des tropischen Gebirges. Hier liegt der Vegetationsgürtel der Nebelwälder, des Páramo und der Puna.
Tierra helada
„eisiges Land“ zwischen 3500 und bis etwa 5000m, mit Durchschnittstemperaturen um und unter 0°C; bis auf wenige Ausnahmen (Chufio) keine Landwirtschaft mehr möglich.
Tierra nevada
„Schneeland“ und Eiszone über 5000m, in der es keine Siedlungen mehr gibt.
Wetter im Tiefland
„Das Klima im Amazonastiefland gehört zur Tierra caliente, ist also durch hohe Temperaturen zwischen 25 und 30°C das ganze Jahr über geprägt. Regenzeit ist im Amazonastiefland von Dezember bis April, doch nachmittägliche Regengüsse kann es das ganze Jahr über immer geben, denn die Luftfeuchtigkeit ist stets extrem hoch. Die überraschenden Regenschauer sind glücklicherweise jedoch meistens so schnell wieder vorüber wie sie gekommen sind. Nachts kann es unter Umständen zu einer deutlichen Abkühlung auf ca. 20 Grad kommen, was zwar immer noch warm ist, einen durch die Tageshitze aufgeheizten Körper aber schnell frieren läßt.
Wetter an der Kuste
Das Küstengebiet wird fast vollständig von einer sehr trockenen Wüstenlandschaft eingenommen. Tagsüber scheint fast immer die Sonne und es herrschen Temperaturen von 20 bis 25°C. Nachts kühlen diese aber spürbar auf etwa 10 bis 15°C ab. Mit Regen ist normalerweise nicht zu rechnen.
Wetter im Hochland und Gebirge
In den Anden, also der Höhenstufe der Tierra helada und Tierra nevada, findet man ein teilweise sehr wechselhaftes Klima vor. Bei dem oft vorherrschenden Sonnenschein sind sehr angenehme Temperaturen von 20°C normal. Bei bewölkten Himmel kann die Temperatur allerdings auch in Tallagen schnell bis auf 10°C absinken. Nachts fällt das Thermometer leicht auf 0°C, bei wolkenlosem Himmel auch mal darunter. In Höhenlagen über 4000m ist Nachts grundsätzlich mit Frost zu rechnen. Die Regenzeit im Andenhochland fällt in die Monate Dezember bis April, ist aber eine angenehme Reisezeit, da nachts die Temperaturen nicht unter Null Grad abfallen. In den Monaten Juni und Juli sind die täglichen Temperaturunterschiede am stärksten und das Thermometer fällt nachts oft weit unter 0°C.