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Peru - Allgemeine Infos zu Land & Leuten
Perus Landschaft
Perú ist ein landschaftlich und kulturell faszinierendes Land. Gelegen an der Westküste Südamerikas bietet es seinem Besucher eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und eine große Mannigfaltigkeit der Natur. Das kulturelle Erbe dieses Landes ist immens und noch längst nicht vollständig erforscht. Jahr für Jahr werden neue Entdeckungen gemacht und es besteht immer die Möglichkeit, daß die Geschichte danach wieder ein wenig umgeschrieben werden muß.
Mit einer Fläche von 1.285.216 km2 ist Peru gut dreieinhalbmal größer als Deutschland. Im Norden grenzt das Land an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien und im Süden an Chile. Die natürliche Westgrenze bildet die 2800 km lange Pazifikküste.
Mehr als die Hälfte der Fläche des drittgrößten Landes Südamerikas ist (noch) von Urwald bedeckt, dem Einzugsgebiet des Amazonasstroms; 30% sind Hochland und Gebirge und nur 10% bleiben für den schmalen wüstenähnlichen Küstenstreifen am Pazifischen Ozean. Das Andenland ist verwaltungsmäßig in 24 Departamentos aufgeteilt, diese wiederum in 156 Provinzen und über 1000 Distrikte.
Bevölkerung
Im drittgrößten Land Südamerikas leben derzeit etwa 23 Millionen Menschen. Etwa 3 Millionen davon gehören zu den Hochlandindigenas der Quechua und Aymara. In den Regenwaldgebieten leben ca.250000 Indigenas welche ca. 40 verschiedenen ethnischen Gruppen angehören. Der große Rest setzt sich hauptsächlich aus Mestitzen (den Nachkommen von Spaniern und indianischer Bevölkerung) sowie Einwanderern aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen. Etwa 93% der peruanischen Bevölkerung ist römisch katholisch.
Über 60% der Bevölkerung leben in bitterster Armut. Vor allem im Ballungszentrum Lima/Callao, wo mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung lebt, herrschen teilweise unmenschliche Lebensbedingungen. Erbärmliche Elendsviertel, beschönigend Pueblos jovenes , Junge Dörfer genannt, wuchern meist ohne die elementarsten Lebensgrundlagen, ohne ausreichende Wasser- und Energieversorgung und ohne Aussicht auf Verbesserung wie Schimmelpilze am Stadtrand in die Wüste, und werden allein den Großraum Lima bis zum Jahre 2001 vermutlich über 10 Millionen Einwohner anschwellen lassen.
Trotz der stärksten Bevölkerungszunahme Lateinamerikas von 2,6% jährlich ist das Wort Geburtenkontrolle in der katholischen Bevölkerung tabu, weil die Kirche bisher strikt jegliche Form der Empfängnisverhütung ablehnt. Nur etwa ein Drittel der arbeitsfähigen Peruaner hat einen festen Arbeitsplatz, ein Großteil lebt mit und von einer Schattenwirtschaft, die wenigstens vielen das nackte Überleben ermöglicht. Dagegen kann sich eine kleine privilegierte Oberschicht jeden erdenklichen Luxus leisten. So gibt es in Lima beispielsweise bewachte Wohnviertel der reichen, die von Nichtbefugten nicht betreten werden dürfen.
Wirtschaft
Wegen der anhaltenden Landflucht in die Großstädte gerät die Landwirtschaft und damit die Versorgung der Bevölkerung immer mehr ins Hintertreffen. Sie war einst vor der Fischerei wichtigster Wirtschaftsfaktor des Andenstaates. Die peruanischen Küstengewässer gehören dank des kalten Humboldtstromes zu den fischreichsten Meeresregionen der Erde, trotzdem mangelt es dem Großteil der Menschen am lebenswichtigen Eiweiß. Zuviel Fisch geht in den Export (beispielsweise in Form der Thunfischkonserven). Peru ist reich an Bodenschätzen, so z.B. ist das Land zweitgrößter Kupferproduzent der Erde. Daneben werden hauptsächlich Zink, Silber, Blei, Wolfram und Antimon abgebaut. Seit 1977 fördert Peru Erdöl im Gebiet des Rio Tigre im Norden des Landes und pumpt es in einer 850 km langen Pipeline zur Küste. Neue Erdölvorkommen, die im Departamento Ucayali entdeckt wurden, können die bisher bekannten Ölreserven des Landes eventuell mehr als verdoppeln.t
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